Erweiterte Kostenzuweisungen - erweiterte Kostenzuweisung in Business Central

Veröffentlicht
9.5.2025
Erweiterte Kostenzuweisungen - erweiterte Kostenzuweisung in Business Central

Die Anwendung Advanced Cost Allocations für Microsoft Dynamics 365 Business Central erleichtert die detaillierte Erfassung und Abrechnung von Produktionskosten. Sie ermöglicht unter anderem eine präzise Kalkulation und Abrechnung der Produktionskosten dank fortschrittlicher Funktionen der Kostenzuordnung, der Abweichungszuordnung und der parallelen Rechnungslegung, der Definition von Kostenzuordnungsschritten und -sequenzen, der Zuordnung von Beträgen zu KG-Konten nach definierten Zuordnungsschlüsseln und der Erfassung von Kosten nach Artund Berechnung.

Sie ermöglicht die genaue Berechnung der tatsächlichen Produktionskosten von Fertigerzeugnissen - unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Standardkosten und angefallenen Kosten - durch die Berücksichtigung von Abweichungen bei offenen Aufträgen oder die Anpassung von Produktionsbelegen. Die Anwendung zeichnet sich durch ihre Flexibilität und Ergonomie aus: Der Benutzer kann die Regeln für die Kostenumlage und -bewertung selbständig konfigurieren, ohne den Systemstandard ändern zu müssen oder die Unterstützung eines externen Beraters in Anspruch nehmen zu müssen. Advanced Cost Allocation ist konform mit den polnischen Standards der Produktionskostenrechnung und kann an andere nationale Anforderungen angepasst werden.

  • Genaue Kalkulation: Die fortschrittliche Kosten- und Abweichungsverrechnung ermöglicht die Erfassung und Umbuchung aller Produktionskosten mit präzisen Verteilungsschlüsseln.
  • Schrittweise Kostenzuweisung: Der Benutzer definiert die Zuweisungsschritte, d.h. die einzelnen Quellen und Umlegungsziele, und kombiniert sie zu Sequenzen mit einer festen Reihenfolge. Als Umlageverfahren stehen "Fester Schlüssel" (Verteilung der Kosten nach einem prozentualen Anteil) und "Proportional" (Berechnung eines Anteilsschlüssels auf der Grundlage ausgewählter Daten) zur Verfügung.
  • Parallele Rechnungslegung: Diese Funktion ermöglicht es, Kostenbuchungen automatisch oder stapelweise parallel zwischen KG-Konten zu übertragen - z.B. von einem Einzelposten zu einem Kostenposten und umgekehrt -, was Business Central nur in begrenztem Umfang bietet
  • Standarddimensionen für das Lagerbuch: eine Reihe von Standarddimensionen kann definiert werden (z.B. Kostenstelle, Filiale), abhängig von der Art des Eintrags und den Buchungskreisen (Hauptwirtschaft, Ware, Lager); als Ergebnis ordnet das System die angegebenen Dimensionen automatisch den entsprechenden Lagerbuchzeilen zu
  • Präzision der Produktionskosten: Die Anwendung berücksichtigt sowohl die Standardkosten als auch die tatsächlichen Inputs (z. B. Arbeit, Material), so dass der Wert der Fertigerzeugnisse genau bestimmt werden kann und Produktionsabweichungen bei Aufträgen sofort berücksichtigt werden können

 

Erweiterung der Standardfunktionalität

Die Anwendung Advanced Cost Allocations erweitert die Möglichkeiten von Standard Business Central im Bereich der Kosten- und Produktionsrechnung erheblich. Während der BC-Standard nur einfache Kostenverrechnungen oder Berechnungen aus einzelnen Modulen zulässt, fügt ACA erweiterte Regeln und Berichte hinzu. Die wichtigsten Unterschiede und Ergänzungen sind:

  • Parallele Rechnungslegung in der Praxis - Der Rechnungshof ermöglicht es, bei der Erfassung von Kostenvorgängen zusätzliche Hauptbucheinträge zu erstellen. So ist es z.B. möglich, Kosten automatisch von den allgemeinen Konten auf die Zielkostenkonten (Kalkulationsschema) zu übertragen, ohne dass eine manuelle Eingabe erforderlich ist. Die Einstellung des Modus (automatisch oder Batch) und der entsprechenden Journale wird in der Anwendungskonfiguration festgelegt
  • Erweiterte Umlageschemata - es können mehrere Umlageschritte definiert werden, die in Sequenzen kombiniert werden, wobei Quell- und Zielkonten und Umlageschlüssel genau angegeben werden. Insbesondere stehen die Methoden "Fester Schlüssel" (fester Prozentsatz) und "Proportional" (dynamisch berechneter Schlüssel) zur Verfügung, mit denen z. B. indirekte Kosten nach festen Prozentsätzen oder auf der Grundlage einer definierbaren Gewichtungstabelle zugewiesen werden können.
  • Dimensionen für das Lagerbuch - standardmäßig weist Business Central den Lagerbucheinträgen nicht automatisch Dimensionen zu. Die Anwendung fügt einen Mechanismus hinzu, der einen vordefinierten Satz von Standarddimensionen auf der Grundlage der Datensatzart und der Buchhaltungsgruppen (z. B. Kostenstellen, Produktgruppen) anwendet. Dadurch wird sichergestellt, dass z. B. alle Umlagerungen im Zusammenhang mit der Produktion oder Anpassungen automatisch die erforderlichen Dimensionen (Abteilung, Projekt usw.) gemäß den Unternehmensregeln erhalten.
  • Integration mit der Produktion - im Gegensatz zur Standardkostenrechnung, die entweder Standard- oder Ist-Kosten in vereinfachter Weise behandelt, bietet ACA eine strenge Kontrolle der Abweichungen. Der Saldo des Kostenkontos (die Differenz zwischen den tatsächlichen und den kalkulatorischen Kosten) kann direkt auf den Fertigungsaufträgen oder durch Anpassung der Fertigerzeugnisse verbucht werden, so dass die Kostenaufzeichnungen genau an die Marktrealität angepasst werden können.

Beispiele für die praktische Anwendung

Die Anwendung Advanced Cost Allocations ist in verschiedenen Kostenszenarien anwendbar, insbesondere wenn indirekte und gemeinsame Kosten getrennt werden müssen:

  • Umlage von indirekten Kosten - z.B. Verwaltungs-, Büromiet- oder IT-Supportkosten können auf Produktionsabteilungen oder Produkte umgelegt werden. In der Praxis wird ein Verteilungsschritt mit zentralen Kostenkonten als Quelle und mehreren Zielkonten und einem festen prozentualen Schlüssel (z.B. 40/30/30%) oder einer proportionalen Methode (z.B. nach der Anzahl der Mitarbeiter oder der Bürofläche) definiert
  • Abteilungsübergreifende Verrechnung - gemeinsame Kosten (z.B. Management, Zentrale) werden zwischen den Geschäftseinheiten umgelegt. Zum Beispiel kann die Finanzabteilung gemeinsame Verwaltungsgebühren auf einzelne Tochtergesellschaften nach Umsatzanteilen oder festen Prozentsätzen umlegen. Diese Methode fördert eine gerechte Verteilung der Kosten innerhalb der Unternehmensstruktur.
  • Umlage nach Anteilen und Kennzahlen - dank der Umlageschlüssel kann jede beliebige Kennzahl verwendet werden: Anzahl der Produkte, Verkaufswert, Arbeitsstunden oder sogar jede in den Systemtabellen definierte Größe. Z.B. können die Energiekosten einer Anlage im Verhältnis zu den verbrauchten kWh umgelegt werden (falls eine solche Tabelle existiert) oder es kann ein fester Anteil für jede Halle festgelegt werden.
  • Kostenstellen und Dimensionen - Kosten können mit Hilfe von Dimensionen auf verschiedene Kostenstellen oder Abteilungen umgelegt werden. Zum Beispiel werden die Kosten eines Einkaufsbüros auf mehrere Projekte gebucht; der Rechnungshof ermöglicht es Ihnen, einen Schritt zu erstellen, bei dem die Quelle die Gemeinkosten und die Zielkonten die Projektkonten sind, wobei der Schlüssel proportional zu den Projektbudgets ist.
  • Berücksichtigung von Produktionsabweichungen - die in den Produktionsabteilungen tatsächlich entstandenen Kosten (z.B. verbrauchte Materialien, Arbeitsstunden) können die Standardkosten der Aufträge berücksichtigen. Wenn die Produktion mehr Rohstoffe verbraucht hat als geplant, erlaubt der ACA-Algorithmus, diese Differenz direkt auf die Aufträge oder auf die Fertigerzeugnisse zu übertragen, wodurch das Finanzergebnis angepasst wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anwendung Advanced Cost Allocations den Finanzabteilungen fortschrittliche Werkzeuge für eine vollständige und flexible Handhabung der Produktionskosten bietet. Sie ermöglicht ein genaues Abbild der Kostenstruktur innerhalb der Organisation, automatisiert mühsame Umbuchungen und verbessert die Genauigkeit der Preisgestaltung für Fertigwaren.

Dank der Übereinstimmung mit den polnischen Vorschriften und der einfachen Benutzeroberfläche beschleunigt der ACA die Periodenabschlüsse und verbessert die finanzielle Transparenz des Unternehmens, was einen wichtigen Mehrwert für jede Finanzabteilung darstellt.

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